Sencha Touch 2: Die beste Lösung für mobile Geräte? | PHP Nuke Europe

  • Sencha-touh-2
  • Sencha logo black text
  • Sencha Touch Charts hero

Der Trend aktueller Softwareentwicklung geht unverkennbar zur Versorgung mobiler Endgeräte mit Apps die deutlich professioneller und schneller als bisher ausfallen. Die große Schar der Webentwickler mobiler Apps teilt sich inzwischen in 2 Lager. Auf der einen Seite jene Entwickler, die sich auf ein System spezialisieren und dafür dann native Anwendungen entwickeln und auf der anderen Seite jene, die professionelle und benutzerfreundliche Frameworks wie etwa Sensa Touch verwenden.

Seit Sensa Touch 2009 auf dem Markt kam, erfreut es sich steigender Beliebtheit. Das Framework greift dabei viele erfolgreiche Technologien bereits etablierter Entwicklungsumgebungen wie Ext JS auf erweitert und abstrahiert diese, um Neulingen einen leichteren Einstieg zu bieten. Aufgrund der hohen Abstraktion muss sich der Entwickler keine Gedanken um systemspezifische Entwicklungen machen. Sensa Touch ist krossplattformunabhängig und unterstützt vorrangig Google Android und iOS Geräte und konzentriert sich sehr stark auf Geräte mit Touchscreen.

 

Die Entwicklungsumgebung und Anwendung
Die Sensa Touch Bibliothek ist nicht mal 200kb groß und in Windeseile kostenlos heruntergeladen (Top!). Innerhalb der Bibliothek befinden sich dann einführende Dokumentation sowie die eigentliche API. Um jedoch die eigene App zum funktionieren zu bekommen, benötigt man auch hier einen Webserver. Apache, Lighttpd wie auch Nginx lassen sich gleichermaßen gut einbinden. Aufgrund der Auslegung auf Dynamik des Framework empfiehlt sich ein regelmäßiges Aktualisieren.

Für die Interaktion mit touch-basierten Geräten, für die das Framework nun mal optimiert ist, bietet es eine Reihe grundlegender Touch Events. Standard Events sind unter anderem Start und Ende der Berührung eines Aktionsfeldes. Da die Standard Events oft nicht ausreichen, gibt es noch eine Vielzahl spezieller Touch Events wie etwa “Antippen” (Tap Event) oder “Doppeltippen” (Double Tap Event) sowie Streichen (Swipe Event) oder das kombinierte Antippen/Halten (Tap and Hold). Wem das immer noch nicht genug ist, kann sich auch noch über die Events Zoomen (Pinch Event) und drehen (Rotate Event) freuen.

Zur Anwendung sei nur so viel gesagt, als dass aktuelle Zahlen für sich sprechen, denn derzeit entwickeln über 1,5 Mio. kreative Entwickler mit der App. Die herausragende Krossplattformunabhängigkeit macht es darüber hinaus fit für über 95 % aller auf dem Markt befindlichen Geräte.

Die Vor- und Nachteile von Sensa Touch
Ein dickes Plus verdankt Sensa Touch seiner Objektorientiertheit. Der Quellcode ist leicht nachvollziehbar und sauber. Das Framework unterstützt eine Vielzahl moderner Techniken und basiert vollständig auf HTML5, CSS3 und Java-Script. Absolut neu und lobenswert ist die Kombination mit verwandten App-Frameworks wie PhoneGap, letzteres vermag die Leistung durch eine Nativkonvertierung noch zu steigern. Neben Standard Touch und speziellen Touch Events sind alle nötigen Befehle enthalten, um einfache bis komplexe Touch-basierte Mobile Apps zu entwickeln. Von der breiten Unterstützung aller wichtigen Systeme profitiert nahezu jeder, dennoch ermöglicht es die Entwicklung systemspezifischer Features.

Zwar ist Sensa als nicht-natives Framework langsamer und bietet keinen direkten Hardwarezugriff wie native Entwicklung doch selbst dieser scheinbare Nachteil kann mit dem PhoneGap Support bestens umgangen werden.

 

Unterstützung aktueller Webstandards und Endgeräte
Sensa Touch darf sich damit rühmen das wirklich erste Framework zu sein, das HTML, CSS sowie Java sinnvoll kombiniert und damit das Maximum an Flexibilität für mobile App-Entwicklung erreicht. Jede der Programmiersprachen steht dabei für einen gewissen Anwendungsbereich. HTML wird vorrangig für die Audio/Videowiedergabe sowie die Dateiansteuerung eingesetzt. CSS in der Version 3 wird primär für die visuelle Gestaltung der App verwendet. Zusätzlich bietet Sensa die Unterstützung mächtiger Resourcen und Techniken wie AJAX, YQL oder JSONP.

Eine Besonderheit stellt die Unterstützung des bekannten Frameworks PhoneGap dar. Mittels PhoneGap können Sie die eigene Sensa Touch App in eine native App konvertieren. PhoneGap bedient sich in diesem Fall nativer Plugins direkt per Java-Script, um z.B. die Kamera, das Adressbuch oder Rotationssensoren des Smartphones oder Tablets anzusteuern.

Da Sensa Touch plattformunabhängig und auf moderne mobile Geräte ausgerichtet ist, wird es auf ausnahmslos allen aktuellen Endgeräten funktionieren. Derzeit werden unter anderem vollkommener Support für Blackberry, iOS und Google Android Geräte bereitgestellt. Bedenkt man, dass diese Geräte über 90 % ausmachen, sollten die Sorgen nach der Betriebssystemunterstützung der Vergangenheit angehören. Trotz der großflächigen Systemunterstützung erlaubt es Sensa dennoch betriebssystemspezifische Layouts zu entwickeln, die speziell für das angewandte System optimiert sind.

 

Fazit und Ausblick
Sencha Touch verbesserte sich sehr hinsichtlich Performance, Startgeschwindigkeit und (Scroll)Dynamik seit dem Update von Version 1.1 auf 2.0. Aus technischer Hinsicht ist vorwiegend die neue interne Layout-Engine verantwortlich. Für Android soll sich sogar das Scroll- und Layoutverhalten optimiert haben. Letztlich wurde das Einbinden von Javascript in eigenen Apps durch ein neues Klassensystem entscheidend erleichtert.

Das Framework ist vollständig objektorientiert, was ein sehr häufig ein Garant für leichte Einarbeitung und übersichtlichen Code darstellt. Apps lassen sich mittels Sensa Touch mit vergleichsweise wenig Aufwand erstellen, besonders wenn es um Touch-basierte Apps geht ist das Framework mit seinen integrierten Touch-Funktionen nahezu unschlagbar. Sensa Touch wird an dieser Stelle ausdrücklich für alle empfohlen, die eine professionelle webbasierte mobile App erstellen möchten.

Kategorien

Über den Autor:

Hinterlasse eine Antwort